Was Dein Foto neben dem Motiv verraten kann – und wie Du EXIF-Daten vor dem Teilen entfernst

EXIF-Metadaten aus Fotos entfernen: Mit ExifCleaner mehr Privatsphäre beim Teilen

Ein Foto zeigt nicht nur, was Du fotografiert hast. In der Datei können zusätzlich Informationen über die Aufnahme stecken: das genaue Datum, das Kameramodell, die verwendete Software – und bei vielen Smartphone-Fotos sogar der Ort, an dem der Auslöser gedrückt wurde.

Diese Angaben heißen EXIF-Metadaten. Sie sind für die Fotografie nützlich, beim öffentlichen Teilen aber nicht immer erwünscht. Besonders bei Bildern vom eigenen Zuhause, vom Urlaub oder von Kindern lohnt sich deshalb ein kurzer Datenschutz-Check, bevor die Datei per Messenger, Cloud, Kleinanzeige oder Social Media weitergegeben wird.

In diesem Praxisartikel erfährst Du, welche Daten in Bildern stecken können, wie Du sie mit ExifCleaner entfernst und warum eine bereinigte Datei trotzdem nicht automatisch anonym ist.

KI-generierte Illustration zum Entfernen von EXIF-Metadaten aus Fotos mit ExifCleaner
KI-generierte Illustration zum Thema EXIF-Metadaten aus Fotos entfernen mit ExifCleaner · tiny-tool.de

Die Kurzantwort

Ja, Du kannst EXIF-Metadaten aus Fotos entfernen – am einfachsten mit einem lokalen Werkzeug wie ExifCleaner.

  1. Lege eine Kopie des Originalfotos an. Das Original kann für Archiv, Beweisführung oder spätere Bearbeitung wichtig sein.
  2. Lade ExifCleaner ausschließlich aus dem offiziellen GitHub-Releasebereich herunter.
  3. Ziehe das Foto in die Anwendung oder wähle es über den Dateidialog aus.
  4. Prüfe die angezeigten Metadaten und starte die Bereinigung.
  5. Speichere möglichst eine bereinigte Kopie und kontrolliere anschließend, welche Angaben noch vorhanden sind.

Merksatz: Ein Foto kann inhaltlich privat sein und technisch trotzdem Standortdaten enthalten. Privatsphäre beginnt deshalb nicht erst beim Motiv, sondern schon bei der Datei.

🔴 Ein verbreiteter Irrtum

„Wenn ich die GPS-Anzeige auf dem Smartphone nicht sehe, steckt sie auch nicht in der Datei.“

Metadaten liegen normalerweise nicht sichtbar über dem Bild. Sie werden von Foto-Apps, Dateimanagern, Cloud-Diensten oder Bildbetrachtern ausgelesen. Ob ein Dienst die Angaben beim Upload entfernt, ist außerdem nicht für jede Plattform, jedes Format und jede Übertragung garantiert.

Was sind EXIF-Metadaten?

EXIF steht für „Exchangeable Image File Format“. Gemeint ist ein standardisiertes Set an Zusatzinformationen, das vor allem in JPEG- und anderen Bilddateien gespeichert werden kann. Die eigentlichen Pixel bleiben davon getrennt: EXIF beschreibt die Aufnahme, nicht das Motiv selbst.

Eine Kamera oder ein Smartphone kann beim Speichern automatisch technische Angaben ergänzen. Bearbeitungsprogramme können später weitere Informationen hinzufügen, etwa einen Software-Namen, ein Farbprofil, Copyright-Hinweise oder einen Bearbeitungszeitpunkt. Zusätzlich zu EXIF existieren weitere Metadatenbereiche wie IPTC, XMP und eingebettete Farbprofile.

🧭 EXIF ist nicht gleich „nur GPS“

GPS-Daten sind besonders sensibel, aber nur ein Teil des Bildkontexts. Für die Privatsphäre können auch Datum und Uhrzeit, Geräteinformationen, Benutzerkommentare, Copyright-Felder oder der Name einer Bearbeitungssoftware relevant sein. Ein gutes Bereinigungstool schaut deshalb nicht nur nach einem einzelnen Standortfeld.

Welche Informationen können in einem Foto stecken?

Welche Felder tatsächlich vorhanden sind, hängt von Gerät, App, Dateiformat und Exportweg ab. Ein Smartphone-Foto enthält oft mehr technische Angaben als ein Screenshot. Bei einer Kamera-RAW-Datei kommen zusätzlich herstellerspezifische MakerNotes hinzu.

Beispiele für mögliche Bildmetadaten und ihre Bedeutung
Metadaten Beispiel Warum kann das relevant sein?
GPS Breiten- und Längengrad, manchmal Höhe oder Blickrichtung Ein Standort kann Wohnung, Arbeitsplatz, Schule oder einen regelmäßigen Aufenthaltsort verraten.
Aufnahmezeit Datum und Uhrzeit des Auslösens Aufnahmen lassen sich zeitlich einordnen; in Kombination mit anderen Daten kann daraus ein Bewegungsprofil entstehen.
Gerät Hersteller, Kameramodell, Objektiv, Brennweite Die Information kann Rückschlüsse auf Dein Gerät oder auf den Entstehungsweg des Bildes erlauben.
Technische Aufnahmewerte ISO, Belichtungszeit, Blende, Blitzstatus Für Fotografie hilfreich, für die öffentliche Weitergabe aber nicht immer nötig.
Software und Bearbeitung App-Name, Exportprogramm, Änderungsdatum Kann die Entstehungs- oder Bearbeitungskette sichtbar machen.
IPTC, XMP und Copyright Autor, Beschreibung, Stichwörter, Lizenz- oder Rechteangaben Diese Angaben können bewusst gewünscht sein – oder persönliche Namen und interne Informationen enthalten.

Warum Metadaten beim Teilen relevant sind

Ein einzelnes Feld ist nicht automatisch eine Katastrophe. Datenschutzrisiken entstehen häufig durch die Kombination mehrerer Puzzleteile: Ein Foto zeigt den Hauseingang, die EXIF-Daten enthalten die Koordinaten und der Zeitstempel verrät, wann niemand zu Hause war. Für eine fremde Person können solche Informationen wertvoller sein als das Bildmotiv selbst.

Besonders aufmerksam solltest Du bei Bildern sein, die öffentlich abrufbar sind oder an einen größeren Personenkreis gehen:

  • Fotos vom eigenen Zuhause, Grundstück, Arbeitsplatz oder von privaten Treffpunkten
  • Aufnahmen von Kindern oder anderen Personen, die nicht selbst über die Veröffentlichung entscheiden
  • Urlaubsbilder, deren GPS-Position den aktuellen Aufenthaltsort verrät
  • Bilder aus Kleinanzeigen, Bewerbungen, Support-Tickets oder öffentlichen Foren
  • Beweis- und Dokumentationsfotos, bei denen Aufnahmezeit und Originaldatei getrennt aufbewahrt werden sollten

⚠️ Die Datei ist nur ein Teil der Geschichte

Das Entfernen von EXIF-Daten macht nicht automatisch das Motiv anonym. Hausnummern, Kennzeichen, Spiegelungen, Bildschirminhalte, Gesichter, Dateinamen oder der Upload-Kontext können weiterhin Informationen preisgeben. Metadatenbereinigung ist ein sinnvoller Schritt – aber keine vollständige Anonymisierung.

ExifCleaner: Das Tool im Überblick

ExifCleaner ist eine grafische Open-Source-Anwendung zum Entfernen von Bild- und anderen Dateimetadaten. Sie läuft plattformübergreifend auf Windows, macOS und Linux und verwendet im Hintergrund ExifTool. Für den Alltag ist das angenehm: Du musst keine Kommandozeile lernen und kannst Dateien per Drag-and-drop in die Oberfläche ziehen.

ExifCleaner nimmt neben Bildern auch bestimmte Video- und Dokumentformate an. Dieser Artikel konzentriert sich bewusst auf Fotos, weil dort EXIF-, GPS- und Kameradaten besonders häufig eine Rolle spielen. Das Projekt führt eine eigene Liste unterstützter Eingabeformate. Dazu gehören unter anderem JPG/JPEG, PNG, GIF, TIFF, WebP, HEIC/HEIF, BMP, AVIF sowie verschiedene RAW-Formate. Wichtig ist die Unterscheidung: Unterstützte Eingabe bedeutet nicht automatisch vollständige oder irreversible Metadatenentfernung. ExifCleaner dokumentiert deshalb formatabhängige Einschränkungen ausdrücklich.

Praktische Einordnung typischer Bildformate bei der Metadatenbereinigung
Format Praktische Empfehlung Worauf Du achten solltest
JPG/JPEG Sehr guter Einstieg für Fotos, die online geteilt werden sollen. Original behalten; nach der Bereinigung stichprobenartig prüfen.
PNG, WebP, HEIC/HEIF Geeignet, wenn das Format im konkreten Workflow unterstützt wird. Nach dem Export kontrollieren, ob gewünschte Farb- oder Orientierungsdaten erhalten blieben.
RAW Für die Archivdatei besonders vorsichtig behandeln; besser eine Exportkopie bereinigen. Herstellerspezifische Daten und der fotografische Workflow können wichtig sein.
TIFF/AVIF/PDF Nicht pauschal von vollständiger Entfernung ausgehen. Die aktuelle Projektdokumentation nennt formatabhängige Einschränkungen beziehungsweise Untersuchungen.

🟢 Warum ExifCleaner für tiny-tool.de empfehlenswert ist

Die Anwendung ist klein, lokal nutzbar und auf eine konkrete Aufgabe konzentriert. ExifCleaner macht laut Projektangaben während der normalen Nutzung keine Netzwerkaufrufe. Das ersetzt keinen Sicherheitscheck beim Download, ist für eine lokale Datenschutzroutine aber ein sympathischer Ansatz: Das Foto muss für die Bereinigung nicht erst in einen Online-Dienst hochgeladen werden.

Hinweis: Wir empfehlen ExifCleaner als nützliches Tool. Es stammt nicht von tiny-tool.de.

EXIF-Daten mit ExifCleaner entfernen

Der Ablauf ist bewusst unkompliziert. Die Bezeichnungen können sich zwischen Versionen und Übersetzungen leicht verändern; das Prinzip bleibt gleich.

1. Original sichern

Arbeite nicht direkt auf Deiner einzigen Originaldatei. Lege zunächst eine Kopie an oder aktiviere in ExifCleaner eine Option wie „Save as copy“. So bleibt die ursprüngliche Datei mit ihrem vollständigen Aufnahme- und Bearbeitungskontext erhalten.

2. ExifCleaner aus der richtigen Quelle beziehen

Nutze die offizielle GitHub-Releases-Seite von ExifCleaner. Dort findest Du die Pakete für Windows, macOS und Linux. Lade keine vermeintlichen „Portable“-Versionen aus Download-Portalen, wenn sie nicht auf das offizielle Release zurückführen.

Die veröffentlichten ExifCleaner-Builds sind derzeit nicht codesigniert. Wenn Windows SmartScreen oder macOS eine Warnung zeigt, prüfe deshalb zuerst die offizielle Quelle und die Prüfsumme des Downloads. Eine Warnung ist kein Freifahrtschein zum Starten – aber auch nicht automatisch ein Beweis für Schadsoftware.

3. Foto öffnen oder hineinziehen

Starte ExifCleaner und ziehe ein oder mehrere Bilder in das Anwendungsfenster. Alternativ kannst Du die Dateiauswahl verwenden. Für einen ganzen Ordner bietet die Anwendung ebenfalls einen passenden Workflow. Nimm für den ersten Test am besten eine Kopie eines einzelnen JPGs.

4. Metadaten vor der Bereinigung ansehen

Öffne die Detailansicht des hinzugefügten Bildes. Je nach Version zeigt ExifCleaner die ausgelesenen Felder und nach der Bereinigung eine Vorher-/Nachher-Ansicht. Achte besonders auf GPS, Aufnahmezeit, Kameramodell, Software, Autor und Kommentare.

5. Bereinigung starten

Starte die Aktion zum Entfernen der Metadaten. Wenn Du nur eine Kopie bearbeiten möchtest, wähle den entsprechenden Speicher- oder Einstellungsmodus. Die App verarbeitet das Bild lokal und zeigt anschließend einen Ergebnisstatus an. Bei Unsicherheit gilt: Quelle unangetastet lassen, Kopie öffnen und zuerst die Bildqualität sowie die Ausrichtung prüfen.

6. Ergebnis gezielt prüfen

Öffne die bereinigte Datei in einem Bildbetrachter und kontrolliere, ob sie korrekt angezeigt wird. Prüfe danach die Metadaten erneut. Ein sauberer Workflow endet nicht beim Klick auf „Clean“: Entscheidend ist, welche Angaben in der tatsächlich weitergegebenen Datei noch vorhanden sind.

Optional: Ergebnis mit ExifTool prüfen
exiftool -a -G1 -s "foto_cleaned.jpg"

# Nur anzeigen, ob typische sensible Felder noch vorkommen:
exiftool -gps:all -DateTimeOriginal -Make -Model -Software "foto_cleaned.jpg"

ExifTool ist eine Kommandozeilen-Alternative und kein notwendiger Bestandteil des ExifCleaner-Ablaufs. Der Check ist nur für Nutzerinnen und Nutzer interessant, die das Ergebnis reproduzierbar kontrollieren möchten.

Formate, Sicherungskopie und Grenzen

„Metadaten entfernen“ klingt nach einem einzigen Schalter. Technisch hängt das Ergebnis aber vom Dateiformat ab. Bei JPEG können viele typische APP-Segmente und Dateianhänge entfernt werden. Bei TIFF, PDF oder Spezialformaten gelten andere Regeln. Der zugrunde liegende ExifTool-Writer kann nicht in jedem Format dieselbe Vollständigkeit garantieren.

⚠️ Nicht blind auf „alles entfernt“ vertrauen

Die offizielle ExifCleaner-Dokumentation nennt unter anderem diese Grenzen: Bei PDF bleiben frühere Metadaten durch reversible Updates potenziell wiederherstellbar; bei TIFF kann ein Teil der Daten verbleiben; AVIF wird wegen eines dokumentierten Untersuchungsfalls nicht pauschal als vollständig bereinigt behandelt. Für RAF-Dateien kann die Verarbeitung verweigert werden, wenn kein sicherer Ausgabeweg garantiert werden kann.

Für öffentliche Fotos ist ein exportiertes JPG in der Praxis häufig der übersichtlichste Arbeitsgegenstand. Bei wichtigen Originalen, RAW-Dateien oder Beweismaterial solltest Du den Erhalt des Originals und eine dokumentierte Prüfung höher gewichten als maximale Einfachheit.

Rotation, Farbprofil und Zeitstempel

Metadaten können nicht nur „Ballast“ sein. Das Orientierungsfeld sorgt bei manchen Fotos dafür, dass sie aufrecht erscheinen. Ein ICC-Farbprofil kann die Farbdarstellung beeinflussen. Datei-Zeitstempel können für einen Workflow wichtig sein. ExifCleaner bietet in aktuellen Versionen Einstellungen, mit denen sich bestimmte Informationen wie Orientierung, Farbprofil oder Zeitstempel erhalten lassen. Entscheide bewusst, was Du für die Veröffentlichung brauchst.

Bereinigung ist nicht dasselbe wie Neuanonymisierung

Ein Bild kann bereits bearbeitet, skaliert oder mit einem sichtbaren Wasserzeichen versehen sein. ExifCleaner entfernt Dateimetadaten; es retuschiert keine Gesichter, verwischt keine Kennzeichen, löscht keine Texte aus dem Bild und entfernt keine Informationen, die im Motiv selbst sichtbar sind.

So kontrollierst Du das Ergebnis

Für eine alltägliche Veröffentlichung reicht meist eine kurze Checkliste. Bei sensiblen Bildern solltest Du zusätzlich mit einem zweiten Werkzeug oder auf einem anderen Gerät gegenprüfen.

  • Ist es wirklich die bereinigte Kopie – und nicht versehentlich das Original?
  • Zeigt ein Metadaten-Viewer noch GPS, Aufnahmezeit, Kamera, Software oder Kommentare?
  • Ist das Bild nach dem Export noch richtig ausgerichtet?
  • Stimmen Schärfe, Auflösung, Dateigröße und Farbwirkung mit dem gewünschten Zweck überein?
  • Enthält der Dateiname selbst einen privaten Namen, Ort oder internen Vorgang?
  • Wird die Datei über einen Dienst geteilt, der eine zusätzliche Kopie oder Vorschau erzeugt?

📦 Ein robuster Mini-Workflow

Original archivieren → Exportkopie erstellen → Metadaten entfernen → Ergebnis prüfen → nur die Kopie teilen. So trennst Du die fotografische Dokumentation vom Veröffentlichungsobjekt. Das ist besonders nützlich, wenn Du später noch einen RAW-Entwicklungsschritt, einen Copyright-Nachweis oder eine zeitliche Einordnung brauchst.

Alternativen ohne ExifCleaner

ExifCleaner ist eine komfortable Empfehlung, aber nicht der einzige Weg. Je nach Betriebssystem und Zweck stehen weitere Möglichkeiten zur Verfügung:

Alternativen zur Entfernung von Bildmetadaten
Weg Gut geeignet für Wichtige Einschränkung
ExifTool Automatisierte Abläufe, Batch-Verarbeitung und genaue Kontrolle Kommandozeile; Befehle vor produktiver Nutzung an Kopien testen.
Windows-Dateieigenschaften Schneller Einzelcheck über „Eigenschaften → Details“ Der Explorer entfernt häufig nur sichtbare Eigenschaften; XMP, IPTC, MakerNotes oder eingebettete Vorschaudaten werden nicht zuverlässig vollständig abgedeckt.
Foto- und Grafikprogramm Export einer Veröffentlichungskopie aus einem bestehenden Workflow Die Exportoptionen unterscheiden sich; Ergebnis anschließend kontrollieren.
Online-Metadaten-Entferner Nur für unkritische Dateien, wenn lokale Verarbeitung nicht möglich ist Das Bild wird an einen fremden Dienst übertragen. Für private Fotos meist die schlechtere Wahl.

Auf Smartphones helfen zusätzlich Einstellungen wie das Deaktivieren des Standort-Tags oder das Teilen einer exportierten Kopie. Diese Optionen verhindern aber nicht zuverlässig jede spätere Metadaten-Erzeugung. Wenn das Bild wirklich öffentlich werden soll, ist ein abschließender Check der konkreten Datei die verlässlichere Gewohnheit.

Häufige Fragen

Entfernt ExifCleaner auch GPS-Daten?

ExifCleaner ist dafür gedacht, Bildmetadaten wie EXIF-Daten zu entfernen. Dazu können GPS-Felder gehören. Prüfe bei sensiblen Bildern trotzdem die erzeugte Datei erneut, denn das konkrete Ergebnis hängt von Format, Datei und gewählten Einstellungen ab.

Wird das Foto durch die Bereinigung schlechter?

Beim reinen Entfernen von Metadaten sollte der Bildinhalt nicht neu fotografiert oder sichtbar verändert werden. Trotzdem solltest Du das Ergebnis öffnen und vergleichen. Bei jedem Export können zusätzlich Optionen wie Kompression, Farbprofil oder Ausrichtung eine Rolle spielen. Arbeite deshalb mit einer Kopie.

Kann ich mehrere Fotos auf einmal bereinigen?

Ja. ExifCleaner kann mehrere unterstützte Dateien und auch Ordner verarbeiten. Für große Mengen ist ein Test mit wenigen Kopien sinnvoll: So siehst Du, ob Format, Benennung, Ausgabeort und gewünschte Erhaltungsoptionen zu Deinem Workflow passen.

Reicht es, ein Foto auf Social Media hochzuladen?

Darauf solltest Du Dich nicht als Datenschutzstrategie verlassen. Plattformen können Bilder neu komprimieren oder Metadaten entfernen, ihre Verarbeitung kann sich aber ändern und gilt nicht automatisch für Originale, Anhänge, Vorschauen oder andere Upload-Wege. Bereinige die Datei am besten vor dem Upload.

Ist ExifCleaner ein Produkt von tiny-tool.de?

Nein. ExifCleaner ist ein eigenständiges Open-Source-Projekt von szTheory. tiny-tool.de empfiehlt die Anwendung hier als nützliches Werkzeug für einen bewussteren Umgang mit Bilddateien.

Kann ich damit ein Foto vollständig anonym machen?

Nein. ExifCleaner kann Dateimetadaten entfernen, aber keine sichtbaren Hinweise im Bild, keine Dateinamen, keine externen Cloud-Logs und keinen Veröffentlichungskontext. Für echte Anonymisierung brauchst Du zusätzlich eine inhaltliche Prüfung und gegebenenfalls Bildbearbeitung.

Fazit: Ein kleiner Check mit großer Wirkung

Fotos sind heute schnell aufgenommen und noch schneller geteilt. Gerade deshalb lohnt sich der kurze Zwischenstopp: Welche Informationen trägt die Datei zusätzlich zum Motiv?

ExifCleaner macht das Entfernen vieler typischer Bildmetadaten lokal, verständlich und ohne komplizierten Kommandozeilen-Workflow möglich. Für normale JPG-Fotos ist das ein praktischer Schritt vor der Veröffentlichung. Bewahre das Original auf, prüfe die Ausgabe und behalte im Hinterkopf, dass Privatsphäre nicht nur aus EXIF-Feldern besteht.

Das Ziel ist nicht, jedem Bild seine Geschichte zu nehmen. Es geht darum, selbst zu entscheiden, welche Teile dieser Geschichte Du mit anderen teilen möchtest.

Quellen und weiterführende Informationen

Weiterlesen bei tiny-tool.de Du möchtest noch genauer verstehen, welche Informationen Dateien neben ihrem sichtbaren Inhalt tragen? Dann lohnt sich ein Blick auf weitere Beiträge rund um Datenschutz, Dateiformate und digitale Selbstbestimmung.

Transparenzhinweis


Transparenzhinweis:
Die Inhalte auf tiny-tool.de werden sorgfältig recherchiert, redaktionell geprüft und regelmäßig aktualisiert. Quellen und Zitate werden möglichst nachvollziehbar angegeben. Dennoch übernehmen wir keine Garantie für Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der bereitgestellten Informationen. Irrtümer sind nicht ausgeschlossen.

Redaktion und Einsatz von KI: Bei der Erstellung von Inhalten können digitale Werkzeuge – darunter auch KI-basierte Assistenzsysteme – unterstützend eingesetzt werden, etwa bei Recherche, Strukturierung, sprachlicher Überarbeitung, Übersetzung, Codeanalyse oder visueller Gestaltung. Veröffentlichte Inhalte werden redaktionell geprüft, bearbeitet und von Guido Zeuner freigegeben. Auswahl, Einordnung und Veröffentlichung liegen beim Menschen. KI-Ausgaben gelten nicht als eigenständige Quellen. KI-Systeme sind keine verantwortlichen Autoren oder Redakteure. Weitere Informationen zu Texten, Bildern, Videos und digitalen Personas findest du auf unserer Seite Transparenz beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz.

Reichweitenmessung (VG WORT / METIS): Zur Ermittlung der Reichweite einzelner Texte können Zählmarken der VG WORT eingesetzt werden. Im Rahmen der METIS-Zugriffszählung kann eine Client-ID gebildet und ein sogenanntes „METIS Session Cookie“ gesetzt werden. Die Messung dient der statistischen Ermittlung von Textzugriffen und als Grundlage für mögliche Ausschüttungen der VG WORT. Nach Angaben der VG WORT werden dabei keine personenbezogenen Nutzungsprofile erstellt; die Messung dient nicht der Werbung oder dem Marketing-Tracking. Weitere Informationen findest du in unseren Datenschutzhinweisen.

Bitte beachte: Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und stellen keine fachliche Beratung dar, insbesondere keine rechtliche, steuerliche, medizinische, technische oder finanzielle Beratung. Die Nutzung der Inhalte erfolgt auf eigene Verantwortung.

Werbung und Affiliate-Links: Einige Beiträge können werbliche Hinweise oder sogenannte Affiliate-Links enthalten. Diese werden entsprechend gekennzeichnet. Beim Klick entstehen dir keine zusätzlichen Kosten; wir erhalten gegebenenfalls eine kleine Provision.

Markenrechtlicher Hinweis: Alle Markennamen, Logos und Produktbezeichnungen sind Eigentum der jeweiligen Rechteinhaber und werden ausschließlich zur Identifikation und Beschreibung verwendet. Eine Verbindung zu den genannten Unternehmen besteht nur, wenn dies ausdrücklich angegeben wird.

Externe Links: Diese Website enthält Verweise auf externe Websites Dritter. Trotz sorgfältiger Prüfung übernehmen wir keine Verantwortung für deren Inhalte. Bei Bekanntwerden rechtswidriger Inhalte werden entsprechende Links geprüft und gegebenenfalls entfernt.