IPTV-Playlist in VLC: Was Free-TV/IPTV auf GitHub 2026 wirklich bietet

Moderner Desktop-Arbeitsplatz mit geöffnetem VLC Media Player und IPTV-Senderliste
Eine offene GitHub-Playlist bündelt frei erreichbare TV-Livestreams aus zahlreichen Ländern. Wir erklären, wie sie funktioniert und wie du sie mit VLC unter Windows und Linux nutzt.
Erstellt mit Hilfe von KI.

Eine Playlist-Adresse, zahlreiche TV-Livestreams und kein dubioses „Gratis-Pay-TV“: Das Open-Source-Projekt Free-TV/IPTV zeigt ziemlich gut, was IPTV eigentlich ist – und wo die Grenzen solcher offenen Senderlisten liegen.

Fernsehen über das Internet braucht nicht zwangsläufig eine eigene App oder einen kommerziellen IPTV-Anbieter. Viele Sender stellen ihre Livestreams ohnehin über öffentlich erreichbare Internetadressen bereit. Das GitHub-Projekt Free-TV/IPTV sammelt zahlreiche solcher Quellen in einer gemeinsamen M3U8-Wiedergabeliste. Mit einem Player wie VLC lässt sich daraus in wenigen Sekunden eine internationale Senderliste machen. Wir haben Projektstruktur, Playlist-Adressen, aktuelle Deutschland-Liste und den VLC-Workflow im September 2026 erneut geprüft.
Update-Check vom 2. September 2026:

  • Die internationale Free-TV/IPTV-Playlist ist weiterhin erreichbar.
  • Die separate Deutschland-Playlist wird weiterhin bereitgestellt.
  • Die Projektstruktur und die dokumentierten Statuskennzeichnungen bestehen weiterhin.
  • Die deutsche Senderliste wurde seit unserem ersten Test verändert und erweitert.
  • VLC Desktop ist aktuell in Version 3.0.23 verfügbar.

Wichtig: Damit ist nicht garantiert, dass jeder einzelne externe Stream jederzeit funktioniert. Genau das ist eine der zentralen Eigenschaften solcher Community-Playlists.

1. Was hinter Free-TV/IPTV steckt

Free-TV/IPTV sieht zunächst eher nach einem Entwicklerprojekt als nach einer Fernsehlösung aus. Im Repository liegen Länderlisten, Skripte und daraus erzeugte Wiedergabelisten. Für die Nutzung ist vor allem eine Datei interessant: playlist.m3u8.

Sie enthält selbst keine Fernsehbilder und speichert auch keine Videos. Stattdessen besteht sie im Wesentlichen aus Metadaten und Internetadressen der einzelnen Livestreams.

Ein kompatibler Player liest diese Informationen ein, baut daraus eine Senderliste und ruft beim Umschalten die jeweils hinterlegte Stream-Adresse ab.

Der entscheidende Punkt: Free-TV/IPTV ist weder Fernsehsender noch Streamingdienst. Das Projekt stellt eine strukturierte Sammlung externer Livestream-Adressen bereit. Die eigentlichen Videodaten kommen von den jeweiligen Sendern, Plattformen oder Content-Delivery-Netzwerken.

Das macht die Lösung angenehm unkompliziert – aber auch abhängig von vielen externen Quellen. Ändert ein Sender seine Streaming-Infrastruktur, wird eine Adresse gesperrt oder fällt ein CDN aus, kann ein einzelner Eintrag vorübergehend oder dauerhaft nicht mehr funktionieren.

Genau deshalb sollte man eine solche Playlist eher als dynamisches Verzeichnis und nicht als garantiert verfügbares TV-Paket verstehen.

2. IPTV, M3U und M3U8 verständlich erklärt

Der Begriff IPTV beschreibt zunächst nur die Übertragung von Fernseh- oder Videoinhalten über IP-Netze. Daraus lässt sich weder ableiten, ob ein Angebot kostenlos ist, noch ob es legal oder illegal betrieben wird.

Mythos: „IPTV bedeutet illegales Fernsehen.“
Nein. Auch reguläre Livestreams von Fernsehsendern werden über Internetprotokolle übertragen. Problematisch wird es erst dort, wo jemand urheberrechtlich geschützte Programme ohne entsprechende Rechte weiterverbreitet.
Begriff Bedeutung Bei Free-TV/IPTV
IPTV Übertragung von Fernseh- oder Videoinhalten über IP-Netze Die einzelnen TV-Streams werden über Internetadressen geladen.
M3U Textbasierte Wiedergabeliste für Medienquellen Sendernamen und weitere Informationen werden Stream-Adressen zugeordnet.
M3U8 UTF-8-codierte Variante des M3U-Formats Die zentrale Projektplaylist trägt die Endung .m3u8.
HLS HTTP Live Streaming Viele Sender liefern ihren Livestream als HLS aus. Auch ein einzelner HLS-Stream besitzt häufig eine .m3u8-Adresse.
EPG Electronic Program Guide Die Playlist enthält unter anderem x-tvg-url– und tvg-id-Informationen für kompatible IPTV-Anwendungen.

Eine kleine technische Falle steckt dabei in der Dateiendung: .m3u8 kann sowohl die große Wiedergabeliste mit vielen Sendern als auch das HLS-Manifest eines einzelnen Videostreams bezeichnen.

Entscheidend ist also nicht die Dateiendung allein, sondern der Inhalt.

EPG in VLC: Die Free-TV/IPTV-Playlist liefert Metadaten und Verweise, die von IPTV-Software für elektronische Programmführer genutzt werden können. VLC ist allerdings in erster Linie ein universeller Mediaplayer und kein vollwertiger TV-Client. Einen komfortablen Programmführer wie bei kommerziellen TV-Plattformen sollte man deshalb nicht erwarten.

3. Wie das GitHub-Projekt seine Playlist erzeugt

Free-TV/IPTV verfolgt nach eigener Projektbeschreibung einen vergleichsweise klaren Ansatz: lieber brauchbare als möglichst viele Sender, nur frei zugängliche Angebote und keine Pay-TV-Kanäle.

Die fertige Playlist wird nicht vollständig von Hand gepflegt. Stattdessen liegen die Sender zunächst in länderspezifischen Markdown-Dateien. Ein Skript erzeugt daraus die eigentlichen Wiedergabelisten.

Dabei unterscheidet das Projekt zwischen aktiven und ungültigen Einträgen. Nur freigegebene Stream-Adressen werden in die generierte Playlist übernommen.

Die README dokumentiert aktuell unter anderem folgende Kennzeichnungen:

  • – der Sender liegt nicht in HD vor
  • – der Stream unterliegt einer geografischen Beschränkung
  • – der Eintrag verweist auf einen YouTube-Livestream
  • [x] – der Eintrag ist in der Quellliste als ungültig markiert und wird nicht in die normale Playlist übernommen
Community-Projekt statt Verfügbarkeitsgarantie: Die Regeln zeigen, was Free-TV/IPTV erreichen möchte. Sie sind aber keine Garantie dafür, dass jede hinterlegte Quelle autorisiert, dauerhaft verfügbar oder zu jeder Zeit technisch erreichbar ist. Streams außerhalb des GitHub-Projekts können sich ohne Vorankündigung ändern.

4. Welche deutschen Sender aktuell enthalten sind

Für Deutschland gibt es eine eigene, deutlich schlankere Playlist. Beim Update-Check im September 2026 enthält sie unter anderem:

  • Das Erste
  • ZDF
  • 3sat
  • ARD Alpha
  • ARTE
  • KiKA
  • ONE
  • Phoenix
  • Tagesschau24
  • Welt
  • ZDFinfo
  • ZDFneo

Hinzu kommen zahlreiche Regionalprogramme von BR, HR, MDR, NDR, Radio Bremen, RBB, SR, SWR und WDR.

Auch einige Musikangebote sind derzeit vertreten, darunter DELUXE MUSIC, DELUXE MUSIC DANCE BY KONTOR, DELUXE MUSIC RAP und SCHLAGER DELUXE. Euronews Deutsch ist als YouTube-basierter Eintrag gekennzeichnet.

Viele öffentlich-rechtliche Streams tragen weiterhin das Symbol . Sie können also abhängig vom Standort geografisch eingeschränkt sein.

Ein interessantes Beispiel dafür, wie dynamisch die Liste ist: MTV Germany und Nick stehen in der aktuellen deutschen Quellliste weiterhin als [x] markierte Einträge. Sie landen deshalb nicht in der generierten Deutschland-Playlist.

Praxistipp: Wenn du hauptsächlich deutsche Sender sehen möchtest, nimm direkt die Deutschland-Playlist. Sie lädt schneller, ist übersichtlicher und macht die Fehlersuche deutlich einfacher als die internationale Gesamtliste.

5. IPTV-Playlist mit VLC öffnen

VLC eignet sich für diesen Zweck sehr gut. Der freie und quelloffene Mediaplayer unterstützt Netzwerkstreams, HLS und zahlreiche weitere Medienformate.

Stand September 2026 stellt VideoLAN VLC Desktop 3.0.23 bereit. Besonders bei Netzwerkstreams lohnt es sich, eine aktuelle Version einzusetzen, weil Fehlerbehebungen in Netzwerk-, TLS- und Streamingkomponenten eine direkte Rolle spielen können.

Variante A: Über die VLC-Oberfläche unter Windows und Linux

  1. Starte VLC.
  2. Öffne Medien → Netzwerkstream öffnen.
  3. Füge die gewünschte Playlist-Adresse ein.
  4. Klicke auf Wiedergabe.
  5. Öffne anschließend über Ansicht → Wiedergabeliste die Senderübersicht. Unter Windows und Linux funktioniert dafür in der Regel auch Strg + L.
Internationale Free-TV/IPTV-Playlist
https://raw.githubusercontent.com/Free-TV/IPTV/master/playlist.m3u8
Deutschland-Playlist
https://raw.githubusercontent.com/Free-TV/IPTV/master/playlists/playlist_germany.m3u8

Variante B: Direkt aus dem Linux-Terminal

Internationale Playlist mit VLC öffnen
vlc "https://raw.githubusercontent.com/Free-TV/IPTV/master/playlist.m3u8"
Nur deutsche Sender öffnen
vlc "https://raw.githubusercontent.com/Free-TV/IPTV/master/playlists/playlist_germany.m3u8"
VLC noch nicht installiert?

  • Windows: Nutze möglichst den offiziellen Download von VideoLAN.
  • Linux: Bevorzuge die Paketverwaltung deiner Distribution oder einen von VideoLAN beziehungsweise deiner Distribution vorgesehenen Installationsweg.

Von angeblichen „IPTV-Spezialversionen“, Codec-Paketen oder modifizierten VLC-Downloads unbekannter Webseiten solltest du die Finger lassen.

6. Senderliste anzeigen und Programme wechseln

Nach dem Einlesen der Playlist versucht VLC normalerweise, einen enthaltenen Stream abzuspielen. Schlägt ausgerechnet der erste Eintrag fehl, bedeutet das noch lange nicht, dass die komplette Liste unbrauchbar ist.

Öffne zunächst die Wiedergabeliste:

  • Ansicht → Wiedergabeliste zeigt die geladenen Einträge an.
  • Unter Windows und Linux kannst du meist mit Strg + L zwischen Video- und Wiedergabelistenansicht wechseln.
  • Mit einem Doppelklick startest du einen anderen Sender.
  • Sendernamen und weitere Informationen stammen aus den Metadaten der M3U8-Datei.
  • Nach einem Senderwechsel können einige Sekunden vergehen, bis der neue Stream gepuffert wurde.

Die internationale Playlist ist mit mehreren Tausend Zeilen entsprechend umfangreich. Für den täglichen Gebrauch ist eine Länderplaylist häufig angenehmer.

VLC zeigt hier aber auch seine Grenzen: Es ist ein universeller Mediaplayer und keine speziell auf Fernsehen optimierte Plattform. Komfortfunktionen wie ein umfangreicher EPG, Senderfavoriten, Cloud-Aufnahmen oder eine konsistente Senderoberfläche sind nicht die Stärke dieses Ansatzes.

7. Wenn VLC einen Stream nicht öffnen kann

Bei offenen IPTV-Listen gehört es praktisch zum Alltag, dass einzelne Einträge zeitweise nicht funktionieren.

Eine typische VLC-Meldung lautet sinngemäß:

„Ihre Eingabe konnte nicht geöffnet werden“
VLC kann die angegebene Medienadresse beziehungsweise MRL nicht öffnen. Weitere Informationen können im VLC-Protokoll stehen.

MRL bedeutet Media Resource Locator. Vereinfacht gesagt ist damit die Adresse der Medienquelle gemeint.

Die Fehlermeldung sagt deshalb zunächst nur:

VLC konnte genau diese Medienquelle zu diesem Zeitpunkt nicht erfolgreich laden.

Sie bedeutet nicht automatisch, dass VLC falsch installiert wurde oder die gesamte Playlist defekt ist.

Mögliche Ursache Typisches Verhalten Sinnvolle Reaktion
Stream-Adresse wurde geändert Andere Sender funktionieren problemlos Anderen Eintrag testen und später erneut prüfen
GeoIP-Sperre Der Sender ist mit Ⓖ gekennzeichnet Geografische Einschränkung respektieren und anderen Sender wählen
Sender oder CDN ist gestört Auch die offizielle Quelle hat Probleme Später noch einmal versuchen
HTTP-Fehler Im Protokoll erscheinen beispielsweise 403 oder 404 Stream-Adresse und Projektliste überprüfen
TLS- oder Zertifikatsproblem Viele HTTPS-Streams bereiten Probleme VLC und Betriebssystem aktualisieren
Veraltete VLC-Version Mehrere moderne Streams funktionieren nicht zuverlässig Aktuelle offizielle VLC-Version installieren
YouTube-Eintrag Vor allem mit Ⓨ markierte Streams schlagen fehl VLC aktualisieren oder den offiziellen Kanal im Browser öffnen
Nur der erste Eintrag funktioniert nicht Fehlermeldung erscheint sofort nach dem Laden Wiedergabeliste öffnen und einen anderen Sender auswählen
Die wichtigste Unterscheidung: Kann VLC die zentrale Playlist überhaupt nicht laden, liegt das Problem bei der Playlist-Adresse, der Netzwerkverbindung oder GitHub. Wird die Senderliste dagegen angezeigt und nur ein bestimmter Sender startet nicht, ist fast immer dessen individuelle Stream-Quelle der interessantere Ansatzpunkt.

8. Fehler systematisch eingrenzen

Statt VLC mehrfach neu zu installieren oder wahllos nach Ersatzstreams zu suchen, lässt sich das Problem in wenigen Schritten eingrenzen.

Schritt 1: Prüfen, ob die Playlist selbst erreichbar ist

Unter Linux kannst du die URL beispielsweise mit curl abrufen und nur den HTTP-Status ausgeben lassen:

Linux · Playlist per HTTP prüfen
curl -L --fail --silent --show-error \
  -o /dev/null \
  -w "%{http_code}\n" \
  "https://raw.githubusercontent.com/Free-TV/IPTV/master/playlist.m3u8"

Ein Status 200 zeigt, dass die Playlist erfolgreich vom Server abgerufen werden konnte.

Das beweist allerdings nur, dass die Liste erreichbar ist – nicht, dass jede darin enthaltene Stream-Adresse funktioniert.

Schritt 2: Playlist lokal speichern

Linux · Playlist herunterladen und öffnen
curl -L --fail \
  "https://raw.githubusercontent.com/Free-TV/IPTV/master/playlist.m3u8" \
  -o free-tv-playlist.m3u8

vlc free-tv-playlist.m3u8

Damit kannst du zwei Dinge voneinander trennen: das Herunterladen der Senderliste und das spätere Abrufen eines einzelnen Livestreams.

Schritt 3: VLC mit ausführlicher Diagnose starten

Linux · VLC mit ausführlichem Protokoll
vlc -vvv "https://raw.githubusercontent.com/Free-TV/IPTV/master/playlist.m3u8"

Interessant sind vor allem die Meldungen unmittelbar vor einem fehlgeschlagenen Verbindungsversuch. Dort können beispielsweise HTTP-Statuscodes, DNS-Probleme, TLS-Fehler oder Zeitüberschreitungen auftauchen.

Schritt 4: Mehrere Sender testen

Teste nicht nur einen einzelnen Eintrag. Wenn drei oder vier andere Sender problemlos starten, funktioniert VLC grundsätzlich und die Playlist wurde korrekt eingelesen.

Dann spricht vieles dafür, dass nur die betreffende Stream-Adresse nicht erreichbar ist.

Schritt 5: Gegenprobe bei der offiziellen Quelle

Ist ein bestimmter Sender wichtig, öffne dessen offizielle Webseite oder Mediathek.

Funktioniert der Livestream dort ebenfalls nicht, liegt wahrscheinlich eine allgemeine Störung vor. Läuft er dort, während die Adresse aus der GitHub-Liste scheitert, könnte sich die Streaming-URL geändert haben.

Keine gute Fehlersuche: Nach einem ausgefallenen Sender einfach nach „kostenloser IPTV Stream URL“ oder ähnlichen Begriffen zu suchen. Gerade bei Pay-TV und kommerziellen Angeboten landet man damit schnell auf fragwürdigen Webseiten, Weiterleitungen oder Downloadfallen.

9. Sicherheit und Datenschutz

Eine M3U- oder M3U8-Wiedergabeliste ist zunächst nur strukturierter Text. Für die hier gezeigte Verwendung musst du weder das GitHub-Repository klonen noch Python-Skripte oder andere Programme daraus ausführen.

Trotzdem passiert beim Abspielen mehr als beim bloßen Lesen einer Textdatei: VLC baut Netzwerkverbindungen zu den in der Playlist hinterlegten Servern auf.

Je nach Sender können das beispielsweise Server des Senders selbst, CDNs oder externe Plattformen sein.

Solche Gegenstellen können technisch übliche Verbindungsinformationen erhalten, darunter etwa:

  • deine öffentliche IP-Adresse,
  • Zeitpunkt und Dauer einer Verbindung,
  • technische Informationen über den Client,
  • HTTP-Anfragen und gegebenenfalls weitere Protokolldaten.

Deshalb gelten auch hier ein paar einfache Grundregeln:

  • Playlists nur aus nachvollziehbaren Quellen verwenden.
  • VLC und Betriebssystem aktuell halten.
  • Keine dubiosen Codec-Pakete oder „IPTV-Beschleuniger“ installieren.
  • Externe Stream-Adressen nicht automatisch mit dem GitHub-Projekt selbst gleichsetzen.
  • Eine technisch erreichbare Adresse nicht automatisch als dauerhaft autorisierte Quelle betrachten.
Gut zu wissen: Beim hier beschriebenen Verfahren verarbeitet VLC lediglich die veröffentlichte Playlist und verbindet sich anschließend mit den darin angegebenen Medienquellen. Du musst dafür weder das Repository ausführen noch dessen Build-Skripte starten.

Hier lohnt sich eine saubere Trennung zwischen Technik und Inhalt.

IPTV, VLC und M3U8-Dateien sind zunächst völlig neutrale Technologien. Entscheidend ist, wer den jeweiligen Stream bereitstellt und ob dafür die notwendigen Rechte bestehen.

Das Free-TV/IPTV-Projekt erklärt ausdrücklich, nur frei verfügbare Sender aufnehmen und auf Pay-TV verzichten zu wollen. Das ist ein sinnvoller Ansatz – ersetzt aber keine rechtliche Garantie für jeden einzelnen externen Link.

Situation Einordnung
Offizieller Livestream eines Fernsehsenders Die normale private Wiedergabe ist grundsätzlich etwas anderes als eine unerlaubte Weiterverbreitung. Nutzungsbedingungen und geografische Beschränkungen bleiben relevant.
Frei erreichbare Adresse mit unklarer Herkunft Die technische Erreichbarkeit einer URL beweist nicht automatisch, dass der Anbieter alle nötigen Rechte besitzt.
Pay-TV ohne regulären Zugang Ein deutliches Warnsignal und außerdem nicht das erklärte Ziel von Free-TV/IPTV.
Stream auf der eigenen Webseite weiterveröffentlichen Das ist rechtlich und technisch eine andere Situation als die private Wiedergabe in VLC.
Geografische Sperren umgehen Kann insbesondere gegen Nutzungsbedingungen des jeweiligen Anbieters verstoßen. Eine Umgehung solcher Sperren ist nicht Bestandteil dieser Anleitung.
Hinweis: Dieser Beitrag erklärt die Technik und ordnet das Projekt redaktionell ein. Er ist keine Rechtsberatung.

11. Was die Playlist kann – und was nicht

Free-TV/IPTV ist ein interessantes Beispiel dafür, wie einfach offene Livestreams technisch gebündelt werden können. Gerade diese Einfachheit sollte man aber nicht mit einem professionellen TV-Dienst verwechseln.

Die Playlist besitzt keinen Einfluss darauf, ob ein Sender seinen Stream verändert, einen CDN-Anbieter austauscht, eine Geo-Sperre aktiviert oder seinen Livestream kurzfristig abschaltet.

Was für Free-TV/IPTV spricht

  • Keine Registrierung erforderlich
  • Zentrale internationale Playlist
  • Separate Länderplaylists
  • Öffentlich nachvollziehbares GitHub-Repository
  • Keine spezielle IPTV-App notwendig
  • Funktioniert mit etablierten Playern wie VLC
  • Interessant zum Lernen und Experimentieren mit M3U8 und HLS

Was du nicht erwarten solltest

  • Hundertprozentige Verfügbarkeit aller Streams
  • Ein vollständiges deutsches TV-Angebot
  • Pay-TV- oder Premiumsender
  • Einheitliche Bildqualität
  • Garantiert funktionierende YouTube-Einträge
  • Komfortabler EPG wie bei einer TV-Plattform
  • Cloud-Aufnahmen oder geräteübergreifende Favoriten

12. Fazit

Free-TV/IPTV ist kein geheimer Zugang zu „allen Fernsehsendern kostenlos“ – und gerade deshalb ist das Projekt interessant.Es bündelt frei erreichbare Livestreams in einem offenen, nachvollziehbaren Format und zeigt sehr anschaulich, wie wenig Magie hinter einer IPTV-Senderliste steckt: Ein Player wie VLC liest eine Textdatei ein, zeigt deren Sender an und ruft anschließend die dazugehörigen Netzwerkstreams auf.

Unser erneuter Check im September 2026 bestätigt den grundsätzlichen Workflow: Die internationale Playlist und die separate Deutschland-Liste existieren weiterhin, das Projekt wird weiter gepflegt und die Wiedergabelisten lassen sich weiterhin mit aktuellen VLC-Versionen verwenden.

Die entscheidende Einschränkung bleibt dieselbe: Eine funktionierende Playlist ist keine Garantie für jeden darin enthaltenen Stream. Geo-Sperren, geänderte Adressen, YouTube-Mechanismen oder Ausfälle einzelner Anbieter gehören bei einer solchen Sammlung dazu.

Wer das weiß, offizielle Quellen bevorzugt und IPTV nicht mit „illegalem Gratis-TV“ verwechselt, bekommt mit Free-TV/IPTV eine angenehm transparente Möglichkeit, frei erreichbare Livestreams mit VLC zu nutzen – und nebenbei einen ziemlich guten Einblick in M3U8, HLS und die Technik hinter Internetfernsehen.

Für einen schnellen Einstieg in Deutschland ist die separate Deutschland-Playlist die sinnvollste Wahl.

Glossar

Die wichtigsten Begriffe rund um IPTV, Livestreams, Wiedergabelisten und VLC.

IPTV
Übertragung von Fernseh- oder Videoinhalten über IP-Netze. Der Begriff beschreibt eine Technik und sagt zunächst nichts über die rechtliche Einordnung eines Angebots aus.
M3U
Ein einfaches textbasiertes Format für Wiedergabelisten. Neben Medienadressen können moderne Varianten zusätzliche Metadaten enthalten.
M3U8
UTF-8-codierte M3U-Wiedergabeliste. Die Endung wird außerdem häufig für HLS-Manifeste verwendet.
HLS
HTTP Live Streaming. Videodaten werden dabei typischerweise in kurzen Segmenten über HTTP übertragen und über Manifestdateien organisiert.
MRL
Media Resource Locator. VLC verwendet den Begriff für die Adresse einer lokalen oder über das Netzwerk erreichbaren Medienquelle.
GeoIP-Sperre
Zugriffsbeschränkung, bei der ein Dienst anhand der IP-Adresse beziehungsweise des daraus ermittelten Standorts entscheidet, ob ein Stream verfügbar ist.
EPG
Electronic Program Guide – ein elektronischer Programmführer mit Informationen über laufende und kommende Sendungen.
XMLTV
Ein verbreitetes XML-basiertes Format für elektronische TV-Programmdaten. IPTV-Playlists können auf entsprechende Datenquellen verweisen.
CDN
Content Delivery Network. Ein verteiltes Servernetz, über das unter anderem Video- und Livestream-Inhalte ausgeliefert werden.
VLC
Freier, quelloffener und plattformübergreifender Mediaplayer des VideoLAN-Projekts mit Unterstützung für zahlreiche Datei-, Netzwerk- und Streamingformate.

Quellen & weiterführende Ressourcen

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